Azubiausflug 2026 zur Materialprüfanstalt (MPA) Braunschweig

Azubiausflug 2026 zur Materialprüfanstalt (MPA) Braunschweig

von Sandra Bauer

Am Mittwoch, den 11. März 2026, haben wir – die Auszubildenden, sowie unsere Ausbildungsverantwortlichen – uns in aller Herrgottsfrüh um 4:45 Uhr getroffen und uns kurz darauf um 5:00 Uhr auf den Weg gemacht. Unser heutiges Ziel: die Materialprüfanstalt für das Bauwesen (MPA) in Braunschweig. Nach 5,5 Stunden Fahrt beziehungsweise nach mehreren Stunden Schlaf waren wir dort angekommen.

Als unabhängige Einrichtung führt die Materialprüfanstalt in den Baubereichen Brandschutz, Standsicherheit und Bauwerksabdichtung Prüfungen, Gutachten, Überwachungen und Zertifizierungen durch, beispielsweise für Hersteller von Bauprodukten wie Holzbau Schmid.

Regelmäßig bringt unser Ausbildungsbetrieb eigene innovative Entwicklungen in die MPA, um sie dort prüfen und zertifizieren zu lassen und so neue Produkte unter dem Namen HOBA Brandschutzelemente auf den Markt zu bringen. Wie eine solche Prüfung abläuft, durften wir uns im Rahmen unseres diesjährigen Azubiausflugs anschauen.WhatsApp Image 2026 03 27 at 16.27.58 1

Ablauf des Brandversuchs

Unser Prüfelement wurde vor einen speziellen Brandofen montiert. Um bestimmte Werte erfassen und auswerten zu können, wurden mehrere Messpunkte angebracht. Nachdem unser Geschäftsführer Christian Schmid bestätigt hatte, dass der Brandversuch starten kann, wurde der Ofen stufenweise nach der DIN 4102-1 auf eine Temperatur von über 1.000 °C erhitzt.

Dann hieß es abwarten und beobachten. Regelmäßig wurden alle Veränderungen von unserem zuständigen Prüfingenieur dokumentiert. Bereits nach ein paar Minuten konnten wir beobachten, wie die erste Glasschicht auf der Brandseite zersprang. Es war sehr spektakulär zu sehen – und auch zu hören –, wie das Glas plötzlich mit einem Knall zerbrach. Daraufhin konnten wir beobachten, wie die innenliegende Glasschicht auf die Hitze reagierte . Diese Reaktion führt dazu, dass die Scheibe nach und nach blind wird, bis die komplette Glasfläche wie Milchglas aussieht. Auf der Rückseite des Ofens konnte man durch zwei Luken das Innere betrachten. So konnten wir beispielsweise die glühende Drückergarnitur beobachten.

Anschließend bekamen wir eine interessante Führung durch die Prüfhallen. Dabei konnten wir uns auch den Aufbau einer Dauerfunktionsprüfung sowie einer Bauwerksabdichtungsprüfung (in unserem Fall Rauchschutz) anschauen. Um die Dauerfunktion zu prüfen, wird die Tür mit einem Roboterarm 200.000-mal geöffnet und geschlossen. Ziel ist es, eine dauerhafte Funktion auch über Jahre der Nutzung zu gewährleisten. Der Aufbau zur Prüfung der Bauwerksabdichtung war ähnlich wie beim Brandversuch, nur wurde hier in der Kammer Druck anstatt Feuer erzeugt. Es wurde der Druckverlust gemessen, der beispielsweise auf Rauchentweichung schließen lässt, und die betroffenen Stellen wurden lokalisiert.Design ohne Titel 1

Nachmittagsprogramm

Im Anschluss waren wir noch im „Braunschweiger Parlament“ essen. Das Restaurant hatte sich das zweite Lehrjahr ausgesucht. Die Speisekarte bot neben lustigen Namen für die Gerichte eine vielfältige Auswahl, bei der jeder und jede etwas Leckeres finden konnte. Zudem war das Ambiente urig und gemütlich. Gut genährt und gestärkt haben wir uns anschließend auf den Heimweg gemacht.

Unser Fazit

Nach einem langen Tag haben wir uns gefreut, dass wir die Möglichkeit hatten, einen solchen Brandversuch miterleben zu dürfen. Wir haben ein tieferes Verständnis dafür bekommen, was wir eigentlich bei HOBA machen. Wir stellen Elemente her, die im Brandfall Leben schützen und retten. Uns wurde bewusster, wie wichtig unsere Arbeit ist und dass sorgfältiges Arbeiten notwendig ist, um sichere Produkte herzustellen. Der Ausflug war sehr spannend und lehrreich, und wir sagen danke, dass wir diese Erfahrung machen durften.


Sandra Bauer
Sandra Bauer

©   Holzbau Schmid GmbH & Co. KG

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